Veranstaltungsreihe: Die Bedrohung durch den Islamischen Staat und kurdische Selbstverteidigung

Gemeinsam mit Grenzenlos – Antirassistisches Engagement e.V., der Kurdistan Kulturgemeinde e.V., der Hochschule Osnabrück/Fakultät Lingen und dem Burgtheater haben wir eine Veranstaltungsreihe zum Islamischen Staat und kurdischer Selbstverteidigung aufgestellt.

Die Reihe beginnt am Samstag, dem 10. Oktober um 18 Uhr mit dem Vortrag von Michael Knapp, vom TATORT Kurdistan, über „Rojava – Basisdemokratie im Bürgerkrieg“.

Die Welt blickt wieder auf Irak und Syrien. IS-Truppen haben mit ihrem Terror in beiden Staaten große Gebiete erobert. Sie bedrohen auch Rojava/Westkurdistan in Nordsyrien. Dort entstand vor über zwei Jahren eine autonome Region, in der eine Selbstverwaltung unter Einbeziehung aller Ethnien und Religionen aufgebaut wurde.
Der Referent Michael Knapp besuchte mit einer Delegation der Kampagne TATORT Kurdistan die selbstorganisierten Institutionen und berichtet von den basisdemokratischen Entwicklungen. Welche Perspektive eröffnet sich durch die gemachten Erfahrungen für ganz Syrien? Welche Rolle nehmen Frauen in Rojava ein?

Am Sonntag, dem 11. Oktober um 14 Uhr folgt Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Historiker (Schwerpunkt Antisemitismus), mit dem Vortrag „Von der Muslimbruderschaft zum „Islamischen Staat“ – Über die Geschichte des Islamismus und seine Folgen“.

Das frohlockende Selbstverständnis, mit dem die ISIS-Terroristen Kreuzigungen, Versklavungen und Enthauptungen Andersdenkender feiern, schockiert und verängstigt – und wirft Fragen auf. Haben wir es mit einem Rückfall in das schwärzeste Mittelalter zu tun oder ist ISIS eine moderne Bewegung? Was ist der Unterschied zwischen ISIS-Salafisten und Muslimbrüdern, zwischen al-Qaida-Terroristen und iranischen Islamisten? Und warum einigt sie ein Hass auf Juden und auf Israel? Der Referent wird auf die Notwendigkeit, aber auch auf die Schwierigkeit der Abgrenzung von ›Islamismus‹ und ›Islam‹ eingehen und den historischen Hintergrund skizzieren, vor dem der gegenwärtige globale Vormarsch des Islamismus stattfindet. Ausgangspunkt ist die Gründung der Muslimbruderschaft im Jahre 1928, zu einem Zeitpunkt also, als in Italien der Faschismus und in Deutschland der Nationalsozialismus entstanden. Weitere Etappen sind die islamistische Revolution von 1979 in Teheran und das Al-Qaida-Fanal von 2001. Die anschließende Diskussion wird Gelegenheit bieten, die Politik der Staatengemeinschaft und der Bundesregierung gegenüber der neuen totalitären Bewegung zu prüfen.

Beide Vorträge finden in einem Ablegergebäude der Hochschule Osnabrück/Fakultät Lingen statt: Konrad-Adenauer-Ring 13, 1 OG, Raum LL 0113, 49808 Lingen

Die Veranstaltungsreihe beinhaltet ebenso eine Spendenaktion für die Beteiligung am infrastrukturellem Aufbau Rojavas durch „Feuerwehr für Rojava“ und einer Nothilfespende durch den Aufruf der Gruppe Hannover für Rojava und Shengal. Wir werden Informationsmaterial der Kampagnen auslegen und entsprechende Spendendosen aufstellen.

Bringt eure Freund_Innen mit und erscheint zahlreich!

 

Flyer zum Ausdrucken und Verteilen (Außenseite)

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Flyer zum Audrucken und Verteilen (Innenseite)

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