Lokaler Neonazi schießt auf Geflüchtete

Am heutigen Nachmittag, des 12. Juni 2016, gegen 16 Uhr erreichte uns die Nachricht, dass Geflüchtete aus der Unterkunft am Langschmidtsweg in Lingen (Reuschberge) von Luftgewehrkugeln getroffen wurden. Unter den Betroffenen war ein Kleinkind und ein junger Mann. Dies soll nicht der erste Angriff gewesen sein. In den vergangen Tagen wurden bereits eine Frau und ebenfalls ein junger Mann zum Zielobjekt des rassistischen Täters.

Die Schüsse kamen aus einem Fenster, des benachbarten Wohnhauses. In der Wohnung hinter dem Fenster wohnt der 21-jährige Neonazi Moritz Haim. Moritz Haim fiel das erste Mal auf, als er an einer NPD-Kundgebung am 11.01.2013 in Lingen teilnahm. Bereits 2013 beteiligte er sich an dem Bundestagswahlkampf der NPD. Er half beim plakatieren sowie beim verteilen von Flyern. Auf Facebook bezeichnete er sich selbst als stellvertretener Vorsitzender des NPD Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim. Weiterhin ist bekannt, dass er Kontakte in die regionale Neonaziszene pflegt und keinen Hehl aus seinem Waffen-Fetisch macht.

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Das es beim posieren in Uniform und mit Waffen auf Bildern in Sozialen Netzwerken eben nicht bleibt, wenn ein Mensch eine menschenverachtende Ideologie hat, sollte sich spätestens nach dem Auffliegen von rechten Terrorcrews bestätigt haben und nicht erst am Beispiel Moritz Haim.

Nach dem ersten Schuss heute wurde die Polizei gerufen, sie konnte -laut Berichten- keine Gefahr feststellen und hatte Zweifel an den Erzählungen der Refugees. Als die Polizei abzog, erfolgte der zweite Schuss des heutigen Tages aus dem gegenüberliegenden Fenster. Erst danach griff die Polizei ein und Moritz Haim musste sich stellen. Nach vorliegenden Informationen wurde er nicht festgenommen und verweilt weiterhin in seiner Wohnung. Die Betroffenen wurden im Krankenhaus verarztet und wieder in die Unterkunft geschickt. In der Unterkunft herrscht starke Angst und Verzweifelung.

Es darf nicht wahr sein, dass ein militanter, schießfreudiger Neonazi in der Nachbarschaft von einem Geflüchtetenheim wohnt und sich die Refugees zum Zielobjekt macht. Den Geflüchteten muss ein angstfreies Leben ermöglicht und dem Naziterror muss ein Ende gesetzt werden.

Wir fordern Aufklärung und Durchgreifen der Polizei, sowie die Unterstützung des Anliegens der Refugees  auf ein angstfreies Leben.

Nazis vertreiben, Flüchtlinge bleiben!

Pressemeldung der NOZ: http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/727857/schusse-auf-lingener-fluchtlingsheim-kind-und-mann-verletzt

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