Demo am 18.06.: Einige Richtigstellungen

Der Artikel http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/729432/demo-und-friedensgebet-in-lingen-geplant (vom 15.06.2016, 20:05 Uhr) enthält unserer Meinung nach einige falsche Aussagen, die wir so nicht stehen lassen können:

Zitat Artikel:
„Das Vorbeigehen an der Flüchtlingsunterkunft sei ein Kompromiss mit den Veranstaltern, sagte Möllenkamp. Ursprünglich habe die AFA geplant, in die Unterkunft zu gehen und Kontakt mit den Bewohnern aufzunehmen. Das wiederum war laut Möllenkamp auf Widerwillen bei der Stadt gestoßen. In Gesprächen mit Bewohnern, der Polizei und dem SKM habe sich herauskristallisiert, dass die Flüchtlinge nach den Ereignissen der vergangenen Tage „einfach mal Ruhe haben wollen“

Richtig ist:
Wir hatten ursprünglich geplant, vor der Unterkunft oder ggf. in Nähe der Unterkunft die Abschlusskundgebung abzuhalten. Im Artikel klingt es so, als würden wir unvermittelt in die Unterkunft gehen und erst zu diesem Zeitpunkt den Kontakt zu den Geflüchteten suchen wollen. Das ist nicht richtig. Bezüglich der geplanten Demonstration und der Abschlusskundgebung standen wir mit den Geflüchteten von Anfang an in Kontakt. Die Betroffenen und die uns bekannten Geflüchteten unterstützen unser Vorhaben. Es liegt uns fern, uns in dieser Beziehung über die Wünsche der Betroffenen hinweg zu setzen. Die pauschale Aussage im Artikel, dass die  Geflüchteten „einfach mal Ruhe haben wollen“ und unsere Demonstration anscheinend diese Ruhe störe, ist falsch. Diese Aussage war so auch von VertreterInnen der Stadt Lingen bei den Verhandlungen über die Route zu hören. Dies entspricht so nicht der Wahrheit.

Des weiteren hat die Person, die im Artikel als Sprecherin für die AFA genannt wird, für den Verein Grenzenlos gesprochen. In dem Gespräch gab sie sich auch nie als eine Sprecherin der AFA aus. Die Zuordnung des Namens zur AFA ist falsch.

Wir akzeptieren den Kompromiss bezüglich der Route, weil es uns wichtig ist, unsere Unterstützung für die Geflüchteten und auch die Ablehnung gegenüber dem Täter direkt vor Ort auszudrücken. Dies – und nicht die Differenzen mit der Stadt – steht für uns im Vordergrund, und wird durch die jetzt ausgehandelte Route gewährleistet.

Unsere Demonstration steht im Interesse der Geflüchteten und im Interesse aller solidarischen Menschen, die sich dem Nazi-Terror entgegenstellen wollen. Ruhe wird es für die Geflüchteten erst geben, wenn sie in ihrem Anliegen auf ein angstfreies Leben unterstützt werden und nicht mehr der Gefahr durch den Täter ausgesetzt sind.

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