Vortrag: Zum Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus – Weshalb Islamkritik nicht per se rassistisch ist und warum Muslime nicht die neuen Juden sind

Antisemitismus scheint für einige wie ein Vorurteil unter vielen, einem Rassismus gegen Juden oder für traditionsmarxistische Kreise bloß als ein Angriff auf die Einheit der Arbeiterklasse. Als rassistisch gilt wahlweise die Kritik am Islam(ismus), die Respektlosigkeit gegenüber willkürlichen Kulturpraxen oder im geistigen Sinne des Critical Whiteness die Aneignung „fremder Kulturen“. Wenn rassistische Gewalt, antisemitische Anschläge und islamistischer Terror Hochkonjunktur feiern, ist eine begriffliche Schärfe für die Einschätzung dieser menschenfeindlichen Denkmuster, unabdingbar.

Wie lassen sich also Antisemitismus und Rassismus ideologiekritisch bestimmen und gültigen Formen beider Ideologien festhalten? Während der Rassismus die Feindschaft gegen die „Unterwertigen“ darstellt, zielt der Antisemitismus auf die Vernichtung der „Überwertigen“. Im Vortrag sollen die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede beider Phänomene, vor dem Hintergrund kapitalistischer Vergesellschaftung und psychischer Instanzen des Subjekts untersucht werden.

Unter Bezugnahme auf die begriffliche Abgrenzung, wird zum Ende des Vortrages erläutert, warum eine Kritik am Islam unter emanzipatorischer Prämisse nicht rassistisch sein darf und Muslime nicht die neuen Juden sind.

Der Vortrag wird gehalten von der Antifaschistischen Aktion Lingen und findet in Kooperation mit der Antirassistischen Initiative Nordhorn statt. Diese Veranstaltung ist Teil des Theorietreffs Nordhorn, welcher jeden zweiten Dienstag des Monats im Jugendzentrum stattfindet.

Mit Unterstützung des Vereins zur Förderung des deutsch- israelischen Kulturaustausches e.V.( DIKA e. V. )

Im Anschluss des Vortrages wird Zeit und Raum für die Diskussion sein.

Wann? 02. Mai 2017, 19 Uhr
Wo? Jugendzentrum Nordhorn, Denekamper Straße 26, 48529 Nordhorn

 

 

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